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In der vergangen Woche fand in Augsburg unser Orchestra Anwendertreffen für Kunden, Anwender und Interessierte statt. Wir freuen uns über eine gelungene Veranstaltung mit zahlreichen Gästen, interessanten Vorträgen und Referenten sowie natürlich Networking. Für alle, die nicht dabei sein konnten haben wir diesen Bericht verfasst.

Im Zentrum des Orchestra-Anwendertreffens 2017 standen die neue Orchestra Healthcare Edition und Industrie 4.0 Engine.

Das diesjährige Orchestra-Anwendertreffen der soffico GmbH zusammen mit der x-tention Informationstechnologie GmbH fand am 29. Und 30. November 2017 unter dem Motto „Orchestra connects!“ statt. Harald Wenger, Geschäftsführer der soffico GmbH, begrüßte zusammen mit Christian Bauer der x-tention GmbH die 120 Teilnehmer und eröffnete somit die zweitägige Veranstaltung.

Um den Teilnehmern und Teilnehmerinnen einen aktuellen Stand bezüglich der Middleware zu vermitteln, wurde die zukünftige Entwicklung von Orchestra anhand der Roadmap durch Prof. Dr. Bernd Hafenrichter, Geschäftsführer der soffico GmbH, präsentiert. Hierfür wurden die strategischen Ansätze und Streaming Analytics als nächste Schritte hin zu einer intelligenten Integrations-Landschaft vorgestellt. Zudem wurden neue Themen rund um die Produktentwicklung von Orchestra vorgestellt und Neuerungen die in das Orchestra 4.7 Release eingeflossen sind aufgezeigt.

Unterhaltsamer Einstieg

Einen sehr unterhaltsamen Einstieg in das Thema Digitalisierung erhielt das Plenum durch den interessanten und informativen Vortrag von Cem Karakya zum Thema Cyber Kriminalität und Sicherheit im Internet. Vielen wurde wieder bewusst, wie wichtig Medienkompetenz in einer vernetzten Welt ist.

Im Anschluss durften die Teilnehmer und Teilnehmerinnen dem eindrucksvollen Vortrag des Referenten Andreas Moser der simple system GmbH & Co. KG folgen. Dieser zeigte die Realisierung durchgängiger Beschaffungsprozesse bei simple system durch „Digitalisierung zum Anfassen“ mit Orchestra. Das Thema ist nicht nur hochaktuell, sondern zeigt auch deutlich, dass die Konnektivität mit Orchestra auch für jegliche Branche adaptierbar ist (siehe Live Mittschnitt des Vortrags Englisch)

Healthcare Themen

Christian Bauer und Lukas Holzmann stellten die neue Orchestra Healthcare Edition vor. Dabei wurde eine Übersicht zu den OHE-Komponenten „Patienten und Dokumentationsmanagement“, deren Nutzen und praktische Einsatzmöglichkeit sowie ein Ausblick auf Entwicklungen der Healthcare Edition gegeben.

Anschließend berichteten Dr. Christoph Wagner, BD Cato GmbH und Dr. Christian Uhlig, celsius37.com AG, von Ihren Erfahrungen mit Orchestra im Projekt „Medical Oncology and Haemato-oncology Clinical Information System (MOCIS)“, bei dem 26 teilnehmende Kliniken in Irland verbunden und zwei Systeme kombiniert wurden. Orchestra ermöglichte hier die infrastrukturelle Basisvernetzung und somit die Anbindung von verschiedenen klinischen Subsystemen und Krankenhausinformationssystemen der 26 Einrichtungen.

Im weiteren Tagesverlauf wurde durch Frans Plaisier, De Heer Software, und Harald Ostler ein Einblick in den niederländischen Healthcare-Bereich, die Verwendung von Cloud Services und die Geschäftsumstellung vom Cloud-Nutzer zum Cloud-Anbieter gegeben. Zudem wurde die technische Anbindung von Telekonsil-Diensten am Universitätsklinikum Tübingen über eine IHE-XDS-Plattform durch Dr. Jens Bauer erläutert und diesbezüglich der mögliche Einsatz von Kommunikationsserver-Lösungen dargestellt.

Nach der anschaulichen Präsentation der Umsetzungsstrategie eines IHE Archivs der edia.con-Gruppe durch Lars Forchheim, MSG gGmbH, stellte Jürg Mühlemann von der Universität Balgrist dar wie mittels des Orchestra REST Service Clients automatisch Free-WiFi-Logins für stationäre Patienten generiert werden können.

Im Rahmen des Vortrags „Human Interaction“ von Werner Kreitmeier und Florian Prien vom Klinikum Ingolstadt wird anschließend am Beispiel einer produktiven Umsetzung die native Integration der Benutzerinteraktionen in den Orchestra Workflow vorgestellt Im Vordergrund stand hierbei die Integration der Human Interaction über eine externe Webseite, die über einen Orchestra Webchannel realisiert wurde. Den Abschluss der Healthcare Vorträge bildete Marco Hill von den Kreiskliniken Reutlingen mit der Erläuterung des Routing von HL7 MDM-Nachrichten mit Hilfe von Orchestra.

Zwischenzeitlich konnten die Teilnehmer den individuellen Innovationsworkshop nutzen, um aktiv die Roadmap mitzugestalten, mit den Entwicklern direkt in Kontakt zu treten und Anregungen für Neuerungen zu geben. Anhand von offenen Fragen wurden Diskussionen zu unterschiedlichen Themenbereichen wie Human Interaction und Big Data angeregt. Hier stieß vor allem das Thema Cloud Computing auf großes Interesse.

Dieses Thema wurde anschließend von Franziska Geiger, soffico GmbH, mit einem spannenden Vortrag über die Hybride Cloud Juno, wieder aufgegriffen. Juno wurde als neue Orchestra-Komponente, die eine maximal flexible Nutzung von Orchestra in verteilten Netzwerken ermöglicht, vorgestellt. Am Beispiel wird dargestellt wie Juno im hybriden System als verlängerter Arm von Orchestra agiert und Systemgrenzen im Handumdrehen überwindet

 

Industrie Themen

Den Vortragsbereich Industrie eröffnete Dr. Oliver Janzen von der DST consulting GmbH mit der polarisierenden Frage „make or bye IT?“ und erläuterte wie und in welcher Form eine zentrale IT in Zukunft noch benötigt wird, welche IT die Digitalisierung eines Unternehmens bestmöglich unterstützt und wie Orchestra dabei helfen kann.

Prof. Dr. Bernd Hafenrichter vermittelt anschließend eine Idee wie Skalierbarkeit in Zeiten von Cloud- und Microservices realisiert werden kann. Hier ist es laut Hafenrichter nötig neue Wege einzuschlagen, welche über die klassischen Architekturansätze hinausgehen. Er nannte hier insbesondere die Cloud-Technologie, welche gezeigt habt, dass in den neuen Ansätzen enormes Potential zur Realisierung von Skalierbarkeit steckt. Grundlegende Prinzipien, deren Randbedingungen sowie das daraus entstehenden Einsatzmöglichkeiten wurden diskutiert und detailliert dargestellt. Besonders Bezug nahm Prof. Hafenrichter darauf, wie diese Ansätze helfen können skalierbare Integrationslandschaften zu entwickeln.

Hans Peter Knaust von der DST consulting GmbH gab im Anschluss einen detaillierten Einblick in die Optimierung von unternehmensweiten Instandhaltungsprozessen. Im Rahmen eines Vortrags über die Smart Factory wurde anschließend anhand zahlreicher Umsetzungsbeispiele die Digitalisierung der Produktion durch Chrsitos Lithoxopoulos von der neogramm GmbH und Co. KG dargestellt. Ergänzt wurden diese Themen im weiteren durch die Beschreibung des modularen Einsatzes von Orchestra in der Hugo Kern und Lieber GmbH und Co. KG durch Roland Klingler. Hierbei wurde erläutert wie die Modularisierung von Schnittstellen in Kombination mit Arbeitsplan realisiert werden kann.

Den Teilnehmern wurde im Anschluss die neue Orchestra Industrie 4.0 Engine, die als Manufacturing Service Bus Fertigungssysteme harmonisiert und integriert, vorgestellt. Laut Velten wird durch die agile-vernetzte Produktion so in Zukunft eine Plattform bereitgestellt werden, die durch eine service-orientierte Architektur eine vollständige vertikal und horizontale Integration entlang der Wertschöpfungskette ermöglicht.

Abgeschlossen wurde die Vortragsreihe „Industrie“ durch einen spannenden Vortrag von Matthias Escher über OPC-UA. Durch die Ergänzung des bestehenden Industriestandards OPC werden wichtige Eigenschaften wie Plattformunabhängigkeit, Hochverfügbarkeit und Skalierbarkeit schneller realisiert und umfassender Schutz vor beispielsweise Industriespionage geboten.

Getreu dem diesjährigen Motto „Orchestra connects!“ wurde dieses Jahr vor allem die partnerschaftliche Atmosphäre von den Teilnehmern hoch gelobt. Nicht nur die Workshops und die gesellige Abendveranstaltung boten Platz für Gespräche, auch die Zeit zwischen den Vorträgen wurde rege für Networking genutzt. So konnte zudem ein persönlicher Kontakt zu den Orchestra-Entwicklern geknüpft werden und Anregungen und Wünsche direkt an den Ansprechpartner herangetragen werden. Das Anwendertreffen 2017 rückte auch dieses Jahr aktuelle Themen wie Cloud Computing und Industrie 4.0 in den Fokus, um weiterhin den Weg für die Digitalisierung zu ebnen.