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Wer kennt es nicht: plötzlich plagen einen schlimme Bauchschmerzen. Vielleicht werden die Probleme sogar so schlimm, dass man zum Arzt gehen muss. In rar besiedelten Gegenden mit wenig Infrastruktur, kann es sein, dass Sie erst in ein paar Tagen behandelt werden. Dieses Szenario ist auch in der Republik Irland bekannt und soll nachhaltig geändert werden. Das Gesundheitssystem ist eines der Aufstrebensten innerhalb der Europäischen Union. Die schwierige Zugänglichkeit für Patienten – lange Wartezeiten für Operationen und Behandlungen – ist eine von vielen Herausforderungen auf dem Inselstaat. Deshalb wurde seitens der EU eine e-Health Strategie forciert und diese vor Ort entwickelt und implementiert.

Orchestra ist die e-Health-Basisvernetzung

Private Krankenhäuser können sich durch die Versicherten finanzieren. Öffentlichen Krankenhäusern fehlen hingegen oft die finanziellen Mittel, ob für Fachärzte oder die Ausrüstung. Deshalb sind Krankenhäuser oft auf gegenseitige Unterstützung angewiesen, eben bei Fachärzten oder Gerätschaften. Gleichsam bedeutet das viele Überweisungen, eine Vielzahl an Befunden und vor allem verlorene Zeit für den Patienten.

Um diesen IST-Zustand in der Republik Irland zu verbessern, wurde die e-Health Strategy for Ireland ins Leben gerufen. Das Ziel ist, hochqualifizierte Versorgung für jeden Bürger, zu einem fairen Preis, zu gewährleisten. Das beinhaltet aber auch die Integration von Informationen und Wissensquellen, die an der Bereitstellung von Gesundheitsversorgung beteiligt sind. Also die Vernetzung von Patienten, Befunden und Ärzten. Teil dieser e-Health Strategy for Ireland ist das Projekt MOCIS, das nationale medizinische-onkologische klinische Informationssystem. Hier sollen 26 Krankenhäuser in der gesamten Republik miteinander verbunden werden. Durch die Einführung des Orchestra Health Service Bus dem Orchestra Health Record Master Patient Index (MPI) wird eine solide Basis geschaffen.

Test in größtem Krankenhaus Irlands

Der MPI verbindet die demografischen Daten der Patienten. Das erfolgt anhand von Matching-Kriterien, etwa des Geburtsdatums, Vorname, Nachname und komplexen phonetischen Algorithmen. Außerdem ermöglicht der MPI eine häuserübergreifende Identifikation des Patienten. So ist es der angeschlossenen Onkologie-Plattform möglich den Patienten und seine Befunde korrekt zuzuordnen.

Bis Herbst 2017 startet das Projekt in einer Testumgebung für vier Kliniken, darunter die St. James Universitätsklinik. Mit rund 3500 Angestellten und über 350000 Patienten pro Jahr ist das Krankenhaus eines der Größten in Irland. Bis ins Jahr 2018 sollen dann die übrigen Kliniken angebunden werden.